Als kleiner Junge liebte ich Heldengeschichten. Da ich christlich geprägt aufwuchs, gab es in dieser Welt neben den Üblichen auch Samson David und Daniel.
Meine absoluten Favoriten waren damals aber – und sind es auch heute noch – Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Die Namen sagten mir damals wenig und sind mir auch heute noch nicht so geläufig, aber „Die drei Männer im Feuerofen“ (Daniel 3, 1-30) sind mein Bild für Haltung, innere Stärke, Gelassenheit und Gottvertrauen geworden.
Nicht zufällig hängt in einer meiner Praxen die unten gezeigte Darstellung (von: Gustave Doré 1866).

WAS SIND KONTEMPLATIVE EXERZITIEN?

Wenn man heute das Wort Meditation in den Raum wirft nicken die meisten verständnissvoll. Ganz anderst bei dem Begriff Kontemplation oder kontemplative Exerzitien. Hier kommen stets die Fragen: „Was sind kontemplative Exerzitien eigentlich? Und was macht man dort? Was heißt kontemplativ beten? Wie geht das?“

Die Erklärung ist nicht ganz einfach.

So wie jemand, der noch nie zuvor Jasmin gerochen hat, nicht aufgrund meiner Erklärungen den Duft von Jasmin riechen kann, ist es im nicht damit getan Kontemplation zu erklären. Hierbei handelt es sich eher um eine Erfahrung, die man machen darf.

Schon allein die Wortbedeutung gibt einen Hinweis darauf, dass dem so ist. Kontemplation kommt von lat. „contemplare“ und bedeutet schauen. Exerzitien kommt vom lat. „exarrert“ und bedeutet üben. So können wir uns „im Schauen üben“. Wir können auch sagen, wir üben uns in der Wahrnehmung. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das, was da ist. Vertieft und verschärft sich unsere Wahrnehmung, lassen wir uns mehr auf das schlichte Schauen ein, können wir Gottes Gegenwart tiefer und lebendiger in uns und allem Lebendigen erfahren. So werden die Worte Jesu. „ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20) nicht nur Verheißung, sondern erlebte Realität.

Im Gegensatz zu vielen Meditationsansätzen, ist in der Kontemplation nicht der Mensch oder die Natur alleine, sondern im Wesentlichen der Gottesbezug zentraler Anker der Übungen.

Positive Psychotherapie nach Rashid

Wie man wieder lernt, das Leben zu genießen

Psychotherapie hat sich seit über hundert Jahren als Behandlungsmethode für psychische Störungen und Probleme etabliert und ist darin durchaus effektiv. Dennoch stößt sie mit dem traditionellen Fokus auf Symptome und Defizite an Grenzen. Wenn z.B. die Symptome der Depression erfolgreich beseitigt wurden, ist damit nicht automatisch ein zufriedenes Leben erreicht.

Denn Wohlbefinden lässt sich weniger durch eine problemorientierte Sichtweise als vielmehr durch das Entdecken und Aktivieren von Stärken, Fähigkeiten und Ressourcen erreichen. Hier setzt die Positive Psychotherapie von Rashid an, die auf der Arbeit von Seligman beruht. Verschiedene Übungen unterstützen die Klientinnen und Klienten darin, ihre persönlichen Stärken herauszufinden und gezielt einzusetzen, um mehr Zufriedenheit und Sinnhaftigkeit in ihrem Leben zu erlangen.

Die Sinnhaftigkeit in diesem Ansatz ist dann auch wieder Bindeglied zu den Themen von Kontemplation und Religiosität.

Psychotherapie, die Spiritualität integriert

und sich auf Positive Psychotherapie nach Rashid stützt

Gerne würde ich Ihnen hier etwas ganz neues, völlig einzigartiges und vorher noch nie dagewesenes präsentieren. Aber das gelingt mir nicht. Daher muss ich in aller Demut zugestehen: Die Elemente des hier Vorgestellten sind nicht neu lediglich deren Zusammenstellung ist Neuerung und wie sich erst zukünftig herausstellen kann auch Verbesserung.

Meichenbaum, einer der einflussreichsten Verhaltenstherapeuten, hat das spirituelle Element schon lange Zeit mit berücksichtigt. z.B. in der Traumatherapie und auch in der dritten Welle der Verhaltenstherapie haben sich z.B. Meditationstechniken etabliert.

In meinem „neuen“ Ansatz möchte ich die in Deutschland noch nicht sehr bekannte positive Psychotherapie nach Rashid mit Kontemplation kombinieren und zunächst für christlich religiöse Personen damit eine andere Art der Bewältigungsmöglichkeit von Problemen und Schwierigkeiten bereit stellen.

Dies sollte zunächst auf den Bereich der depressiven Symptomatik zum tragen kommen. Auf jeden Fall aber bei stressbedingten Störungen im Umkreis von Burn Out, Mobbing oder anderen Überlastungssituationen.

Hierzu erscheint es sehr passend, dass Mitte des Jahres die Behandlungsmethode von Herrn Rashid auf deutsch erscheinen soll.

 

Schon mal was zum Üben

Eine der bekanntesten Übungen aus dem Bereich der Positiven Psychologie ist eine Dankbarkeitsübung, die damit auch einen wichtigen Baustein aus der Therapie wiederspiegelt.

„Schließen sie die Augen und denken sie an eine Person, die in guter Art und Weise einen wesentlichen Einfluß auf ihr Leben ausgeübt hat.

Diese Person sollte noch leben und sie sollte es von Ihnen noch nicht gehört haben, dass sie einen solch positiven Einfluss auf sie hatte.

Schreiben Sie dann einen Brief in der Länge von ca. 300 Worten in dem sie dieser Person dafür danken, dass und wie sie diesen Einfluss auf sie ausgeübt hat und was das alles in ihrem Leben verändert hat.

Vereinbaren sie dann einen Termin mit dieser Person (ohne ihr zu berichten, was sie vorhaben) und nehmen sie zu dem Termin den Brief mit und lesen sie den Brief dieser Person vor.“

Viel Spaß bei dieser Übung und wenn Sie möchten berichten Sie mir von der Wirkung, der Übung auf Sie.

Liebe Grüße Ihr Therapeut

Marco Thomas aus Wiesbaden

http://www.psychotherapie-thomas.de

 

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